Gibt es eigentlich eine Fachklinik für Neujahrskuchensucht?

Nein? Aber wohin dann nur mit mir und meinen intensiven Suchtgefühlen? Zum Arzt? Oder einfach in den Supermarkt? Kandis, Butter, Eier kaufen und glücklich?
Warum eigentlich nicht. Glücklichsein ist nämlich wunderbar. Und mit Knusperkrümeln auf dem Bäuchlein ist Glücklichsein noch ganz viel wunderbarer.

Damit es richtig losgehen kann, benötigt ihr unbedingt ein echtes Krüllkuchen- oder Hörncheneisen. Wenn ihr keins von Oma geerbt habt, schaffen Amazon oder der gut sortierte Fachhandel Aushilfe.

Gesagt, getan. Im Supermarkt besorge ich:
* 250g Butter (und bitte nicht in den Kühlschrank stellen, denn wir brauchen sie weich)
* 500g Mehl
* 400g Kandis
* 3 Eier
Zuhause habe ich noch:
* 750ml Wasser
* Zim
* Anis
* Kardamom
* Salz
* Vanillearoma oder Vanilleschote

Wenn die Weihnachtsmusik angestellt ist, geht`s ran an den Speck, oder Zucker, oder wie auch immer.

Wasser erhitzen und Kandis darin auflösen. Zuckerwasser dann im Kühlschrank kalt werden lassen (das kann etwas dauern, also Zeit einplanen).
Butter und Eier cremig aufschlagen.  Dann abwechselnd Mehl und Zuckerwasser hinzugeben, bis ein flüssiger, geschmeidiger Teig entstanden ist. Dann Gewürze zum Teig geben. Ich nehme häufig 1 TL Zimt und jeweils einen halben TL Kardamom, Anis und Salz.
Sollte der Teig zu dick sein, kann man ihn gut mit Wasser verdünnen. Er sollte schön vom Löffel “tropfen”, wenn ihr wisst, was ich meine.

Jeweils einen Esslöffel Teig auf das Eisen geben und ausbacken. Schnell einrollen und erkalten lassen. Wenn noch welche übrig bleiben sollten, ab in eine Blechdose damit, dann halten sie schön lange. Solltet ihr eher vom Schlag “Wegatmen ist meine Paradedisziplin” sein, kommen die kleinen Kuchen mit Sahne schnell auf den Teller und dann in den Mund.

Ik wünsch jie fäl Spöaß bien Utprobeiern.
KitchIch