Bücker Weinhaus – Dinklage

An der Bleiche 1-3, 49413 DinklageDa hängt ein Rotweinglas an der Hausfassade, das kann nur gut sein.
Schwups, auf den Parkplatz gerollt und schon geht`s an alten Weinkisten vorbei in die gute Stube.

Freundlich werde ich begrüßt, wenn ich den Laden betrete. Ob Verkäuer*innen oder Besitzer, ob Likörchen oder Feinkost, alle schauen nett drein und versüßen einem den folgenden Einkauf.

Ach, wie nett. Ein kleines goldfarbenes Einkaufskörbchen unter den Arm geklemmt und los geht der kulinarische Kaufrausch.

Trüffelchips. Ich raste aus. Ich liebe Trüffel. Und auf Chips? Muss ausprobiert werden, also ab in`s Körbchen. Pasta. Unmengen Pasta. Aus Italien also? Perfekt. Wird probiert, ab ins Körbchen. Ach und eingelegte Sardellen. Jup. Gelbe eingelegte Tomaten. Das wäre was für `ne gelbe Bolognese. Mitnehmen. Öl mit Buttergeschmack. Genial. Und guck mal, australischer Ketchup? Mein Körbchen füllt sich und dabei bin ich doch noch nicht mal halb durch. Durchalten, Armmuskeln trainieren.

Feinkostabteilung verlassen, Whiskeyabteilung betreten und den Mann staunen sehen. Da steht er. Vor Wänden voll Whiskey. Nahezu alle Sorten und Preiskategorien vorhanden, passende Gläser gibt`s auch. Ich kenn micht nicht aus, warte also und betrachte meinen staunenden Ehemann. Begeisterte Menschen sind toll, oder? Ich bin schon fast mitbegeistert.

Ein Schritt weiter und schon stehe ich in der Weinabteilung. Ich muss leider sagen, dass ich nur zuckersüßen Wein trinken kann. Bewerft mich nicht mit faulen Trauben, ich kann es leider nicht ändern. Meine Weinsynapse befindet sich wohl ziemlich retadiert auf dem Entwicklungsstand einer 18jährigen.
Wenn ich in anderen Weinhandlungen von meiner diesbezüglichen Entwicklungsverzögerung berichtet habe, fühlte ich mich belächelt, nahezu degradiert. Mein schien mir keine Eintrittskarte für den Weinclub dieser Welt ausstellen zu wollen. “Du kommst hier nicht rein, auch nicht, wenn du dich rausputzt.”
Nicht so aber Herr Bücker. Schwungvoll nahm er sich meiner Beeinträchtigung an und empfahl mir gleich mehrere Sorten süßen Weins. Wie nett. Ich bin Clubmitglied. Freudentanz. Ach, es gibt auch Schokowein? Und ich darf probieren? Ehemann, fährst du das Auto zurück? Her mit dem Glas! Heaven, I`m in heaven. Sollte heißen: Wineclub, I`m in Wineclub! Drei Flaschen eingepackt, ab in die Bierabteilung!

Wow! Was für eine Wand mit Craftbieren! Bis zur Decke stapeln sich die verschiedensten Craftbiersorten. Hier ist wieder der Ehemann gefragt, sein Körbchen zu füllen. Hinter uns Gin, Tonics und weitere Spirituosen. Dahinter “normale” Getränke.

Ich bewege mich weiter und lande im Tee-Süßkram-Viertel. Hier gibts losen Tee in großen Gläsern, Schokolade, Kekse und, und, und. Ich bin zwar eigentlich nicht so für Süßkram, aber ich Fuchs habe Käsekekse entdeckt und unvermittelt ins Körbchen befördert.

Ich nähere mich dem Kassenbereich. Da liegt Gallowaywurst. Regional hergestellt. Richtig gut. Ab ins Körbchen. Herr Bücker berichtet noch kurz, wo die Galloways zuhause sind und ich befasse mich gedanklich schon mit meiner Likörauswahl. Die Liköre stehen nämlich am Eingang, ich weiß aber immer erst am Ende, was ich so haben möchte. Mann kann aus vielen verschiedenen Likörchen wählen und sich diese in selbst ausgesuchte Flaschen abfüllen lassen. Mein absoluter Favorit? Dattel-Balsamico. Unfassbar lecker und schnell weg, wenn die Gäste erstmal Wind von der grandiosen Köstlichkeit bekommen haben.

Ich bezahle und fühle mich gut. Um Erfahrungen reicher, tolle Lebensmittel erstanden, Craftbiere an Board genommen, Weinclubmitgliedskarte erstanden und eine nette halbe Stunde verbracht.

Ich komme immer wieder. Ich entdecke immer neue Dinge und freue mich über jeden Besuch erneut.

Ach und noch ein kleiner Tipp an meinen Mann und meine Familie: Die haben da auch tolle Geschenkpakete 😉

Euer stolzes Weinclub-Mitglied mit Trüffelchipskrümeln auf dem Bauch
KitchIch