Regionales Spargel-Risotto

Ich liebe ja Spargel ohne Ende. Aber ich halte mich tatsächlich ganz selbstdiszipliniert an die Zeit, in der ich Spargel aus dem Oldenburger Münsterland bekommen kann. Bei mir wird Spargel weder eingefroren noch eingekocht, während der Spargelzeit esse ich Spargel, ob weiß oder grün, ziemlich häufig.

Und obwohl mir die klassische Variante mit Sauce Hollandaise, Kartoffeln, Schinken und Schnitzel so richtig gut schmeckt, habe ich mich mal an eine etwas andere Variante gewagt: Risotto mit Wildbrät-Kügelchen. Ich bin ganz begeistert von diesem Rezept; vielleicht habt ihr ja auch mal Lust, euch in die Küche zu schwingen und ein schmuttiges Risotto zu rühren.

Hier also die Zutaten für 3-4 Personen (je nachdem, wie groß der Hunger so ist):

600g Spargel (grün oder weiß oder eine Mischung, ganz wie ihr es mögt)
60g Butter
2 EL Olivenöl
1 Zwiebel (in kleine Stücke geschnitten)
1 Stange Sellerie (in kleine Stücke geschnitten)
1,5 Liter Gemüsebrühe
300g Risottoreis
100ml Weißwein
ca. 6 EL geriebenen Parmesan
3 EL Schlagsahne
Pfeffer und Salz

Zum Garnieren:
4 Stangen grüner Spargel
4 Wildschweinwürstchen vom Vechtaer Wochenmarkt (Kathmann)
2 EL Butter

Wenn die Sachen besorgt sind (natürlich gemeinsam mit einem kleinen Klönschnack auf den Wochenmärkten des Oldenburger Münsterlandes erstanden), kann auch schon gekocht werden.

Zuerst die 600g Spargel schälen (Schale kann für Spargelsud/Spargelsuppe genutzt werden) und in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Die Spargelspitzen zur Seite legen.
Damit später alles reibungslos läuft, kann man schonmal die Brühe zum Kochen bringen und warm halten.
Jetzt 30g Butter zusammen mit dem Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen und darin die Zwiebel- und Selleriestücke anbraten. Die Spargelstücke dazugeben und ca. 10 Minuten andünsten. Immer mal wieder umrühren, damit nichts anbrennt und dann den Reis hinzugeben. Kurz anrösten und dann mit dem Wein ablöschen.
Wenn der Wein ziemlich verdunstet ist, wird nach und nach mit einer großen Schöpfkelle die heiße Brühe zugegossen. Ich habe immer so viel Flüssigkeit im Topf, dass der Reis bedeckt ist. Wenn ich die Reiskörner sehen kann, gieße ich Brühe nach.Wichtig ist außerdem, dass immer schön gerührt wird. Risotto will nämlich umsorgt werden.
Wenn etwa die Hälfte der Brühe bereits benutzt wurde, können die Spargelspitzen hinzugegeben werden.

Jetzt ist es auch an der Zeit, das Brät aus den Wildschweinwürstchen zu drücken und kleine Kügelchen zu formen. Auch die grünen Spargelstangen werden nun geviertelt und gemeinsam mit den Wurstkügelchen auf niedriger Stufe in etwas Butter angebraten und warmgehalten.

Wenn im Risotto keine Brühe mehr übrig ist, werden Sahne, Parmesan und Gewürze hinzugegeben. Jetzt sollte das Risotto richtig schön schmuttig sein und seine eher suppige Konsistenz verloren haben.

Das Risotto wird also auf Tellern engerichtet und mit den Spargelstangen und Wildschweinkügelchen garniert.

Guten Appettit
eure regionale
KitchIch